Einstimmung

Spiritwalk vom 06.08.2011

"Heute besuche ich mich, hoffentlich bin ich zu Hause."
Karl Valentin 

Einerseits sehnen wir uns danach, bei uns zu Hause zu sein, bei uns zu wohnen, und andererseits erleben wir uns weit davon entfernt. Sätze wie: „Ich muss erst einmal wieder zu mir kommen.“, „Ich will zu mir finden.“, verdeutlichen konkret dieses Sehnen.

Ich möchte euch einladen, euch bewusst für euch in dieser Woche zu entscheiden. Verbindungen nach außen zu minimieren oder einzustellen. Für euch selbst klare Grenzen zu ziehen, so dass die Außenwelt nicht zu jeder Zeit in die eigene Innenwelt einbrechen kann. Es kann Sinn geben, das Handy beiseite zu lassen und euch einzulassen auf diesen Weg des Miteinanders, der Weggemeinschaft und letztendlich den Weg eines jeden zu jedem selbst.

Sucht Kontakt hier in der Gruppe. Folgt eurer Intuition, eurer Resonanz, wer zu welchem Tagesthema für euch ein Gesprächspartner oder eine Gesprächspartnerin sein könnte, wer eventuell sogar einen „Bonbon“ für euch bereit hält.

Es ist nicht immer leicht, es bei sich auszuhalten. Manchmal flüchten wir vor uns selbst, erscheinen ungreifbar, entfremden uns von uns selbst.
„Bei sich zu sein“ bedeutet, bei sich zu ruhen. In diesen Tagen geht es um die Möglichkeit, innen aufzuräumen, seine inneren Räume zu betrachten, sie zu gestalten.

Der Hl. Bernhard fragt: „Höre also, was ich rügen und raten möchte: Wenn du dein ganzes Leben und Wissen für Tätigkeiten aufwendest, für die Besinnung aber nichts, soll ich dich da loben? Wenn dich alle in Beschlag nehmen, so sei auch du selber einer von ihnen. Warum sollst du nur um das Geschenk deiner selbst betrogen werden? Wie lange noch willst du ein Geist sein, der ausgeht, aber nicht heimkehrt? Achte also darauf, dass du dir doch dann und wann Zeit für dich selber nimmst.“