Episode 9: Schuld, Teil 1

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schuld und Schulden? Führen wir eine Art „inneres Konto“, in dem wir über Ausgleich nachdenken? Und wenn ja, gilt das dann auch für das Thema Schuld?

Welche Zuschreibungen in unserem Inneren stecken hinter den typischen Schuld-Protagonisten Opfer-Täter-Retter? Wodurch gelange ich zu einer Ich-Kompetenz, um dieses Drama-Dreieck zu verlassen?

Wir sprechen von Schuldgefühlen und einem Kreislauf, der Wiederkehr von diesen dunklen Gefühlen, die scheinbar auch mit Angst einhergehen. Nur, wo haben sie ihren Ursprung? Sind sie antrainiert – egal ob wir eine Ost- oder West-Sozialisation haben – und begünstigen genau jenen Kreislauf? Hängen sie mit Macht, Manipulation und Beugung zusammen? Und wie entsteht eine Art „imaginäre Schuld“, weil wir Angst vor Ausschluss, vor Wertungen wie „Richtig“ und „Falsch“ haben?

Führt diese Art der Fehlerkultur zu Anpassung, Abhängigkeit und letztendlich zu einer „Selbst-Schuld“, weil ich mich meiner Vielfalt beraube? Und muss ich mich für andere komfortabel verhalten?

Lasst uns unseren Gegenspieler zu Schuld entwickeln, verrückt und lebendig sein, die Verantwortung für uns und unsere Bedürfnisse und Wünsche übernehmen. Es lohnt! 

Teilnehmende: Sandra, Daniel, Felix, Ulrike

Lyrische Essenz zu Thema:

Songtext:

Ein leeres Herz, ein Berg unbezahlt, die Schulden türmen sich, die Zukunft grau bemalt. Doch tiefer noch im Herzen, ein anderer Kredit, die moralische Last, die mit mir leise stritt.

Schulden und Schatten, sie tanzen Hand in Hand, ein Netz aus Verpflichtungen, im Seelenland.
Die Zinsen des Gewissens, sie zahlen wir so schwer, ein Teufelskreis aus Lasten, wohin ich mich auch kehr.

Ich hab‘ Gefühle, die nicht mein, hab‘ Versprechen gebrochen, meine Ehrlichkeit verkauft, die Wahrheit gebrochen. Ein schnelles Glück, ein kurzfristiger Gewinn, doch die Rechnung kommt am Ende, sie fordert ihren Zins.

Schulden und Schatten, sie tanzen Hand in Hand, ein Netz aus Verpflichtungen, im Seelenland. Die Zinsen des Gewissens, sie zahlen wir so schwer, ein Teufelskreis aus Lasten, wohin ich mich auch kehr.

Die Banken fordern Geld, das Gewissen fordert mehr, ein Ausgleich, eine Last, so schwer, so schwer. Kann ich die Schulden tilgen, die tief in mir drin stecken? Kann ich die Schatten bannen, die mich so sehr erschrecken?

Ein ehrliches Zusammen, ein offenes Geständnis, ein Weg zurück zur Wahrheit, ein Akt der Erkenntnis. Die Schuld enttarnen, Schritt für Schritt, die Last wird leichter sein, die moralische Schuld begleichen, die Seele wieder frei.

Schulden und Schatten, sie tanzen Hand in Hand, ein Netz aus Verpflichtungen, im Seelenland. Die Zinsen des Gewissens, sie zahlen wir so schwer, ein Teufelskreis aus Lasten, wohin ich mich auch kehre.

Vielleicht ist Schulden ablegen, ein Akt der Selbstbefreiung, Ein Neubeginn, ein Aufbruch, ein Sieg der Überzeugung. Die Schatten weichen langsam, das Licht kehrt wieder ein, ein Leben ohne Schulden, ein Leben, das kann sein.

U.L.



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