Episode 4: Selbstermächtigung

Erfordert Selbstermächtigung von mir die Klarheit zu ergründen, was ich selbst will und von dem zu unterscheiden, was andere von mir wollen?
Wie finde ich heraus, was ich überhaupt will, wenn ich eher gelernt habe die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen oder sogar zu erfüllen?
Was geschieht, wenn ich den Schmerz wahrnehme, mich verlassen zu haben auf dem Weg, von dem ich dachte, es wäre der meine?
Und welche Freiheit entsteht in mir, wenn ich auf meinem Weg irgendwo hinkomme, wo ich nie war, wovon ich keine Kenntnis hatte oder auch was ich noch nicht gedacht habe?

Teilnehmende: Katja, Sandra, Ulrike, Daniel, Felix


Unsere lyrische Essenz zum Thema – und zum Anhören:

Songtext:
Selbstermächtigung die eigene Kraft gilt mir.
„Darf ich?“, frage ich mich verzagt.

„Ja“, ruft eine verlässliche Stimme und erinnert mich.
Wer ich bin. Was ich kann.

„Darf ich?“, ist herausfordernd.
„Darf ich?“, hört nicht auf.
„Darf ich?“, braucht Entwicklung.
„Darf ich?“, erfordert Mut.

So ungewohnt, so unvertraut die eigenen Bedürfnisse.
Einfach mal machen.
Aber: „Darf ich?“ Nicht mehr auf gewohnte Stimmen hören.
Aber: „Soll ich?“ Nicht mehr abhängig sein.
Aber: „Kann ich?“

„Bin ich?“ Ja, ja, ja. Selbstwirksam.
„Bin ich?“ Ja, ja, ja. Selbstbestimmt.
„Bin ich?“ Ja, ja, ja. Selber groß.

Habe Mut. Vertraue mir. Steh wieder auf. Mache weiter.
Bin richtig.

Keine Lust auf Pirouetten oder Standardtanz. Tanz aus der Reihe. Setz die Schritte. Darf das. Kann das. Bin ich. Meine beste Version.

U.L.



Kommentare

2 Antworten zu „Episode 4: Selbstermächtigung“

  1. Es war, wie bisher immer, sehr aufwühlend und anregend, über das eigene bisher gelebte Leben nachzudenken.
    Es ist schon verrückt, wenn man nach außen als „erfolgsorientierter“ und „erfolgsverwöhnter“ Mensch feststellt, dass der „Erfolg“ nicht der Selbstermächtigung entsprungen, sondern eher Folge von Anpassungsmechanismen ist/war.
    Bei mir kommt noch dazu, dass ich mein eigentlich geringes Selbstwertgefühl durch Erfolge im Beruf und im Sport kompensiert habe und dadurch es versäumt habe, mein wirkliches Problem zu erkennen und anzupacken.
    Wie hat mir Ulrike in einem Telefonat gesagt: „Man ist nie zu alt, um eine Veränderung herbeizuführen.“
    Eure Runde ist immer gelungen und lebt von der Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
    Macht weiter so. Es ist viel Tiefgang in euren Themen.

    1. Hallo Olaf,

      danke für deine Wertschätzung. Es erfordert Zeit und vor allem Mut zur Selbstreflexion sich in seiner eigenen Biografiearbeit sich selbst anzunähern und weniger zu glauben, wer oder was wir sind, wer oder was wir sein wollen oder sollen und dem was wir so als Ich wahrnehmen mit Wärme gegenüberzustehen. Die Schwierigkeit ist, sich nicht selbst zu bemogeln, sondern seine Strukturen, Muster, Automatismen und allem was sonst noch an formvollendeter Ausrede zur Verfügung steht zu sehen und in sein eigenes Leben zu integrieren. Es geht um Verantwortung für uns selbst.

      Das Podcast-Team

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